Chronik

8000—1700 v.d.Z.

Die ältesten Hinweise auf die Anwesenheit von Menschen auf dem Darß gehen in die mittlere Steinzeit (Mesolithikum) zurück. Entsprechend bearbeitete Steinwerkzeuge sind vereinzelt auf dem Darß und Zingst, vor allem aber auf dem Fischland gefunden worden.

1700—700 v.d.Z.

Bronzezeitliche Funde belegen, dass der Darß von Menschen bewohnt war.

um 600

Slawische Stämme besiedeln zunächst das Boddengebiet um Barth, später auch den Darß und Zingst. Vermutlich entstand in dieser Zeit am Prerow-Strom die Hertesburg. Der Darß war schon in alten Zeiten bis in die Neuzeit wegen seines Wildreichtums ein beliebtes Jagdgebiet für die Herrschaft. Auch der Holzeinschlag war zu allen Zeiten ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

um 1100

Einwanderung deutscher Siedler im Zuge der „Ostexpansion“.

1296

Die erste Erwähnung Prerows bezieht sich auf den Prerow-Strom (abgeleitet aus dem slawischen Prerova = Durchbruch). Die Ortschaft gleichen Namens entsteht am Strom – es gibt die alten Ortskerne Krugberg, Krabbenort, Drümpel und Kirchenort.

1464

Festnahme von drei Seeräubern und dem Vogt der Hertesburg.

1625

Bei einer schweren Sturmflut werden die alten Ortskerne am Strom und vier weitere Bauerngehöfte stark beschädigt beziehungsweise weggerissen.

1648—1815

Vorpommern mit Rügen und dem Darß fallen mit dem „Westfälischen Frieden“ unter schwedische Herrschaft.

1698

In der schwedischen Matrikelkarte werden die Ruinen der Hertesburg erfasst.

1700

Beginnende Entwicklung der Segelschifffahrt zunächst im Ostseehandel; zu Prerow gehören fünf Handelschiffe.

1715—1720

Zeitweise dänische Herrschaft; intensiver Holzeinschlag (bes. Eiben) im Darß.

1726—1728

Bau der Prerower Seemannskirche unter Pastor Henrici.

1757

Prerow zählt sechs Vollbauern, drei Halbbauern, 60 Einlieger.

1783

Der Ort verfügt über 17 seetüchtige Schiffe.

1806—1813

Die napoleonische Kontinentalsperre wirft Darßer Schifffahrt zurück.

1806

Aufhebung der Leibeigenschaft; Darßer und Zingster werden erstmalig auf dem Kommunallandtag Neuvorpommern vertreten.

1815

Der Darß geht an Preußen zurück.

1819

Hauptmann August von Wehrs schreibt das erste Buch über den Darß.

1848

um 1850

In Prerow gibt es drei Werften, die Zahl der Einwohner liegt bei 1.500.

1862

Unter den Prerowern sind 40 Seeschiffer und 19 Steuerleute, in der Zeit von 1853–1910 insgesamt 106 Kapitäne mit dem „Patent für große Fahrt“.

1865

Die Prerower Seenotrettungsstation wird Mitglied der neu gegründeten „Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger“.

um 1870

Allmählicher Niedergang der Segelschifffahrt, die Fischerei aber ist noch wichtiger Nebenerwerbszweig.

1872

Eine verheerende Sturmflut fordert zehn Menschenleben und zerstört oder beschädigt zahlreiche Häuser.

1874

Umfangreicher Deichbau und Schließung der Mündung des Stromes.

1875

Prerow verzeichnet einen Bestand von 56 Fischerbooten und die Entwicklung des Bäderwesens.

1876

Gastwirt Hermann Scharmberg stellt erste Badezelte am Strand auf.

1878

An die königliche Regierung in Stralsund ergeht ein „Gehorsames Gesuch betreffend der Einrichtung eines Ostseebades“ in Prerow und die Erlaubnis, eine Brücke über den Strom als Strandzugang errichten zu dürfen.

1880

Gründung eines Badekomitees; zwei Damenbäder und ein Herrenbad entstehen.

1884

Bau der Seenotstation Prerow.

1895

Errichtung eines Warmbades als Wannenbad mit Ostseewasser.

um 1900

Beginn der fortschreitenden Entwicklung zum Badeort. Bau von Villen und Pensionen, Prerow wird Mitglied des Verbandes Deutscher Ostseebäder.

1902

Bau der ersten Seebrücke.

1910

Einweihung des Prerower Bahnhofes und Aufnahme der Eisenbahnverbindung Barth-Zingst-Prerow mit Anschlussmöglichkeiten nach Stettin, Berlin und Hamburg.

1920

Bau der zweiten, größeren Seebrücke, Schiffsverbindungen nach Dänemark und Schweden werden eingerichtet.

1921

Der Maler und Grafiker Theodor Schultze-Jasmer gründet die Darßer Kunsthütte direkt am Strand.

1928

Bau des Kurhauses „Dünenhaus“.

1931

Bau des heutigen Gemeindehauses als Verwaltungssitz und Kurverwaltung.

1945

  • Der Zweite Weltkrieg hatte den Fremdenverkehr weitgehend lahmgelegt; Zuzug von Familien aus Ostpreußen und Hinterpommern sowie Sudeten.
  • Einstellung der Eisenbahnverbindung und Demontage der Darßbahnstrecke als Reparationsleistung an die Sowjetunion.

ab 1950

Beginn der deutlichen Wiederbelebung des Bades und des Kurbetriebes, Ansiedlung betriebseigener Ferieneinrichtungen und großer Kinderferienlager.

1952

Der Zeltplatz Prerow entsteht am Nordstrand.

1953

Gründung des Prerower Heimatmuseums.

1962

100-jähriges Jubiläum des Tonnenbundes Prerow.

1970

Ausbau des Wasserwerkes „Peters Kreuz“ und Anschluss des Ortes an die zentrale Wasserversorgung.

1976

Bau einer neuen Schule mit Sporthalle.

1980

  • Umzug und Erweiterung des Heimatmuseums als Landschaftsmuseum für die Region.
  • Prerow feiert sein 100-jähriges Jubiläum als Ostseebad.

1990

Mit der Gründung des „Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft“ erhalten weite Teile des Darß den höchsten Naturschutzstatus.

ab 1991

Ver- und Entsorgungssysteme werden modernisiert; Erschließung des Rad- und Wanderwegnetzes, Einsetzen einer regen Bautätigkeit.

1993

Einweihung der neuen 390 m langen Seebrücke.

1994

Bau eines Wasserwanderrastplatzes und Sanierung des Schiffsanlegers am Prerow-Strom.

1997

Verleihung des Titels „Seebad“.

1998

Eröffnung einer neuen großen Kureinrichtung „Barmer Ostseeklinik“.

1999

Das Restaurant „Teeschale“ in der Waldstraße 50 eröffnet.

2000

  • Eröffnung der „Herberge an der Herthesburg“.
  • Abriss der Tanzgaststätte „Helgoland“; Eröffnung der „Freien Schule Prerow“.

2001

2003

Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des Darß-Museums.

2005

Feierlichkeiten zum Jubiläum „125 Jahre Ostseebad Prerow“.

2006

Gedenkstein zum Ersten Weltkrieg auf dem Gemeindeplatz wird restauriert.

2007

Älteste Frau von Prerow, Elisabeth Maaß feiert ihren 103. Geburtstag.

2008

2009

Sanierung des Altbaus Kulturkaten Kiek In.

2012

Neugestaltung des Ortszentrums am Einkaufsmarkt.

2015

  • In einem Bürgerentscheid stimmt eine Mehrheit dem Bau eines Hafens an der Seebrücke zu.
  • Baubeginn des Rettungszentrums Prerow.

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