Die Zeit der Segelschifffahrt

Das Leben auf dem Darß, wie auf dem Fischland, war bis um 1700 geprägt von Entbehrungen und Abgeschiedenheit. Die Bewohner der Halbinsel lebten mehr schlecht als recht von Fischerei, Handwerk, Waldnutzung und mühsamer Landwirtschaft auf kargem Sandboden.

Als Fischer waren sie vertraut mit dem Meer, bauten immer seetüchtigere Boote, später auch größere Segelschiffe und wagten sich immer weiter hinaus. Erste Fahrten beschränkten sich auf den Ostseeraum und es wurde immer in Küstennähe gesegelt.

Bereits um 1700 besaßen die Darßer 13 Handelsschiffe, von denen fünf in Prerow beheimatet waren. Sie brachten Holz und Torf nach Wismar, im Frühjahr Hering nach Lübeck und Malmö, Holz nach Kopenhagen und Getreide nach Schweden. Die Ladungen vom Darß bestanden überwiegend aus Holz, Sand, Mohrrüben, Fisch; aber auch Pferde, Gänse, Kartoffeln, Bohnen, Salz und Getreide wurden als Handelsfracht verschifft.

Die sogenannte Dorfschifffahrt der Fischländer und Darßer entwickelte sich zunehmend und erreichte in der Mitte des 19. Jahrhunderts einen Höhepunkt. Zu dieser Zeit verdienten etwa 90 % der Männer den Lebensunterhalt auf See. Sie galten als zuverlässige und tapfere Seeleute und befuhren in dieser Zeit alle Weltmeere. Im Darß-Museum sind viele Zeugnisse aus der Zeit der Segelschifffahrt zu sehen.
Antje Hückstädt

Historischer Ortsrundgang

Gehen Sie auf die Spuren der alten Seefahrer oder erfahren Sie Wissenwertes über die Entwicklung der Bäderkultur in Prerow. Historische Postkarte © Darß-Museum

Darß-Museum

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